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Migränetherapie

Migräne ist ein anfallsartig auftretender, pulsierend – pochender und meist einseitiger Kopfschmerz, der oft mit Übelkeit und Erbrechen einhergeht.
Die Dauer der Migräne - Attacken beträgt zwischen 4 und 72 Stunden.

Migräne ist neben dem Kopfschmerz vom Spannungstyp (Spannungskopfschmerz) die häufigste Kopfschmerzform. Frauen (12 – 14 %) sind öfters betroffen als Männer (6 – 8 %).
Die Wahrscheinlichkeit, irgendwann im Leben eine Migräne zu bekommen, beträgt bei Frauen 25 %.
Kinder vor der Pubertät befällt Migräne mit einer Häufigkeit von 4 – 5 % Prozent. Zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr treten die meisten Migräne-Attacken auf. Personen, in deren Familie Migräne vorkommt, haben ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.

Mittelalterliche Therapien:

Für viele Außenstehende ist das Leiden eines Migräne-Patienten nur schwer nachvollziehbar. Klarer wird es aber, wenn man sich vor Augen führt, welche drastischen Maßnahmen früher angewendet wurden. Im Mittelalter wurde beispielsweise der Schädel bei vollem Bewusstsein aufgemeißelt. Dadurch, so glaubten die Medizinmänner, könnten die Krankheitsverursachenden Dämonen entweichen. Mittlerweile haben sich die Migräne-Therapien zum Glück geändert.

Hammer im Kopf:

Im Mittelpunkt der Migräne steht der Kopfschmerz, ein zermürbendes Pochen und Hämmern. Zusätzlich ringen die Betroffenen mit heftiger Übelkeit und reagieren hochempfindlich auf Licht, Geräusche und Gerüche, manche erleiden sogar vorübergehende Lähmungen. Solch ein Migräne-Anfall kostet Nerven und Zeit. Durchschnittlich ist ein Migräniker drei Tage im Monat durch seine Erkrankung außer Gefecht gesetzt. Auf zehn Jahre hochgerechnet ist das fast ein ganzes Jahr.

Weltweite Nervenerkrankung:

Migräne ist eine Nervenerkrankung. Neurologen zählen sie zu den "primären Kopfschmerzen". Das bedeutet, dass eine Funktionsstörung im Gehirn vorliegt und nicht eine andere Erkrankung (Hirnhautentzündung, Hirntumor) für die Beschwerden verantwortlich ist. Auch der Spannungskopfschmerz und Cluster-Kopfschmerz gehören in diese Kategorie.
Migräne ist eine der häufigsten Kopfschmerzformen. 6 – 8 % Prozent der Männer und 12 - 14 % Prozent der Frauen sind betroffen, so die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG). Auch 4 – 5 % Prozent der Kinder und Jugendlichen leiden an Migräne, bei älteren Menschen tritt sie dagegen deutlich seltener auf.

Vier Phasen:

Eine Migräne-Attacke verläuft klassischerweise in vier Phasen:

  • Vorphase (Prodromalphase):
    Stunden bis Tage vor dem Anfall kündigt sich die Migräne durch verschiedene Symptome an wie erhöhte Reizbarkeit, Euphorie, Appetitlosigkeit oder Heißhungerattacken.

  • Auraphase:
    Bei etwa zehn Prozent der Migräniker treten jetzt die neurologischen Symptome in den Vordergrund.

  • Kopfschmerzphase:
    Typische Kopfschmerzen (stechend, bohrend, pochend, krampfartig oder pulsierend) nehmen meist langsam über Stunden zu. Gut zwei Drittel der Betroffenen erleben den Schmerz nur auf einer Kopfseite. Er äußert sich individuell an verschiedenen Kopfregionen, meist aber in der Stirn. Bei stärkeren Bewegungen nimmt der Schmerz meist zu, weshalb sich viele Betroffene in eine ruhige Position begeben. Aufgrund der Lärm- und Lichtempfindlichkeit suchen sie instinktiv ruhige, abgedunkelte Räume auf.

  • Rückbildungsphase:
    Die Symptome nehmen ab, die Betroffenen fühlen sich müde und abgespannt. Bis zur vollständigen Erholung können weitere zwölf bis 24 Stunden vergehen.

Migräne-Attacken können sich regelmäßig in kurzen Abständen wiederholen, dann aber für viele Wochen, Monate und auch Jahre ausbleiben. Geht eine Attacke unmittelbar in die nächste über, spricht der Arzt von einem Status migraenosus.

Migräne – Prognose:

Migräne ist eine chronische Erkrankung, deren Ursache nicht behandelbar ist. Allerdings können Betroffene die Intensität und Häufigkeit ihrer Migräne-Attacken bei adäquater Behandlung und der richtigen Lebensweise günstig beeinflussen. Bei einer Frequenz von mehr als drei Migräne-Attacken pro Monat empfiehlt sich eine medikamentöse Migräne-Prophylaxe.Bei einigen Menschen reduziert sich die Häufigkeit der Migräne-Anfälle nach dem 40. Lebensjahr ohne erkennbare äußere Ursache. Möglich sind aber auch Verläufe, bei denen es zu einer Zunahme der Kopfschmerzen kommt. Dahinter kann auch ein medikamenteninduzierter Kopfschmerz stecken. Diese Kopfschmerzform ist die Folge einer zu häufigen Einnahme von Schmerzmitteln.

Alternative Migränetherapien:

Wichtig ist Ruhe während einer Migräne-Attacke. Da gehört etwa der Aufenthalt in einem abgedunkelten, ruhigen Raum. Auch Schlaf und kalte Kompressen können helfen. Ebenso spezielle Massagetechniken, Akupressur, Reflexzonenmassage, ebenso wie Entspannungsübungen (zum Beispiel: Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen).

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